Kunst gegen Gewalt an Afroamerikanern

Neben dem großen San Francisco MOMA versteckt sich auf 3 Etagen des luxuriösen St Regis Hotels das „Museum of the African Diaspora“. Hier soll speziell Kunst gezeigt werden, die in den afroamerikanischen Communities entstanden ist.

Aktuell sind Werke von Joe Sam zu sehen. Er wurde 1938 in Harlem geboren und arbeitet als „mixed media painter“. So werden seine farbenprächtigen Assemblagen aus Schriftzügen, Fotoausschnitten und Fundstücken bezeichnet. Studiert hat er Soziologie, Psychologie und Education an verschiedenen US-amerikanischen Universitäten.


Der Künstler thematisiert schwerwiegende Ereignisse, bei denen Afroamerikanern Unrecht und Gewalt angetan wurde, z.B. das Jonestown-Massaker. Hier kamen 1978 in einem vom Anführer Jim Jones erzwungenen Massenselbstmord 909 Menschen ums Leben.
Oder auch Rodney King, der 1991 Opfer unverhältnismäßiger Polizeigewalt wurde. Ein Jahr später wurden die betroffenen Polizisten juristisch freigesprochen, was erhebliche Unruhen in Los Angeles auslöste.
Auch die Morde während einer Bibelstunde 2015 in der Emmanuel African Methodist Episcopal Church an 10 Afroamerikanern in Charleston gehören zu den grundlegenden Themen in Sam Joe`s Kunstwerken.

Auch erinnern einige Details an Jean Michel Basquiat, der ebenfalls in seinen Bildern die Diskreminierung von Afroamerikanern zeigen wollte.


Beeindruckend fällt die fantastische Gestaltung der Assemblagen sofort ins Auge, die uns BetrachterInnen sofort fröhlich stimmt. Neben der anklagenden Erinnerung an die schlimmen Ereignisse entwickelt sich zusätzlich auch stets eine versöhnliche Atmosphäre.
