Atelierbesuch bei Katharina Grosse


Ein Besuch im Atelier einer weltweit gefeierten Künstlerin ist etwas sehr Besonderes. Hier spührt und riecht man, wie die Werke entstehen. Modelle sind zu sehen, die Ausstellungsräume darstellen, wo die Hängung geprobt wird. Es sind Farbeimer und Leinwände überall, die sehnsüchtig darauf warten, zu einem dieser wunderbaren Kunstwerke zu werden.



Als Besonderheit kommt die Begegnung mit der Erschafferin dieser Bilder und Objekte hinzu, wodurch Intention, Entwicklung und Werdegang zusammen mit ihrer Persönlichkeit den Werken zusätzliche Lebendigkeit verleihen.
Hier ist es Katharina Grosse, die in Berlin ihr Atelier öffnete und einen fröhlich charmanten völlig unprätentiösen Einblick in ihre Arbeit gewährte.


Die Künstlerin ist inzwischen weltweit berühmt geworden mit ihren farbenprächtigen Installationen, bei denen sie mit ihrer überlangen Sprühdüse auf Leinwände, Stoffplanen, Steropor-Eisberge oder direkt auf Landschaften eindrucksvoll Farbe in ihrer typischen Gestaltungsweise verbreitet.
Frau Grosse plaudert entspannt darüber, dass sie z.B. keineswegs aus der Sprayerszene käme sondern vielmehr aus der Landschaftsmalerei. Zuvor habe sie auch Filme gedreht oder Musik gemacht, doch gefunden habe sie sich in der Malerei. Dabei möchte sie die Farbe auf einen Blick wirken lassen. Die Betrachter sollten keine Geschichte von links nach rechts suchen und entdecken müssen, sondern sofort die Farbigkeit emotional erleben. Ein Stilmittel ist auch ihre Beschränkung auf 6 kräftige Farben, was zum Wiedererkennungseffekt beiträgt.

Warum sie diesen großen Erfolg erreicht habe? Sie kann es auch nicht erklären, freue sich aber, denn so könne sie zunehmend auch junge Talente fördern durch Aufbau von einer Art Stipendiaten-Ateliers.
Wir freuen uns gern mit!