„Seeing Sound, Hearing Time“


Viele Berliner Kunsthäuser nutzten die Berlin-Art-Week, um ihre Herbstausstellungen zu eröffnen. Diese bleiben uns aber langfristig erhalten. Der Hamburger Bahnhof läd ein zu einem beschaulich contemplativen Besuch eines audiovisuellen Erlebnisses.


Der Japaner Ryuichi Sakamoto (1952-2023) war vorrangig Komponist und Pianist. Er experimentierte viel mit elektronischen Klängen und bekam auch er für den Soundtrack des Films „Der letzte Kaiser“ einen Oskar.


Doch er kombinierte sein Klanggemälde auch mit künstlerischen Videos, gern auch als Gemeinschaftsarbeit mit anderen Künstlern. Zu erleben sind jetzt 7 Werke in 5 Räumen, die genau das Ineinanderfließen der Genres fühlen lassen, wie es der Titel sagt: den Sound sehen und die Zeit hören.

Besonders eindrucksvoll sind die Arbeiten, die der Dresdner Künstler Carsten Nicolai zur Musik von Sakamoto kombiniert hat.
Eine weitere Installation unter Mitarbeit von Shiro Takatani ist ein Flügel, dem nach Beschädigung im Ukraine-Krieg eine Maschine angepasst wurde, fast wie eine Prothese bei einem Kriegsverletzten.
Ryuichi Sakamoto in Hamburger Bahnhof, Berlin: 11.9.2026 bis 20.6. 2027