Konzeptkunst? Philosophisches Denkmodell?
Vor einiger Zeit wurde in diesem Blog der Nobelpreisträger für Quantenphysik Anton Zeilinger besprochen wegen seiner Rolle bei der Documenta 13 als Beispiel für die „Verschlungenheit“ von Kunst und Naturwissenschaft.


Der Künstler Piet Truhlar nennt sein Kunstwerk „Indifferentia – 3 Projektoren und 3 Laptops“ und zeigt es in der oberen Etage des Fotogeschäfts DRS in der Lützowstr. 33.
Hört sich zunächst sachlich profan an, doch das Künstlerische hierbei ist das Konzept hinter allem.
Der Künstler berichtet, ihn habe ein Buch zweier Brüder beeindruckt: die Brüder Grün: der eine Franziskaner-Mönch, der andere Quantenphysiker. Sie diskutierten – auch in einem You Tube-Interview – über einen möglichen Zusammenhang zwischen christlicher Spiritualität und der so unvorstellbaren Quantenphysik. Das Entanglement, die Verschlungenheit von kleinsten subatomaren Teilchen mit der Fähigkeit zu nicht messbarer Informationsübertragung über lange Strecken ohne Strahlung, Wellen oder Photone ist ein bewiesenes naturwissenschaftlich mathematisches Phänomen, doch unser menschliches Vorstellungsvermögen bleibt hierfür überfordert. Ist hier vielleicht etwas Göttliches im Spiel? Das philosophische Thema der beiden unterschiedlichen Brüder ist der Zufall. Haben wir uns nicht alle schon mal über glückliche Zufälle gewundert? Sind sie wirklich zufällig oder doch einem höheren Plan entsprechend? Oder pure Physik?


Künstlerisch stellt Piet Truhlar das Thema durch sich im 3 dimensionalen Raum überschneidende Projektionen dar: Gesichter, unbelebte Strukturen und tanzende Menschen. Die Kombination ist immer zufällig…….. und doch entsteht der Eindruck, dass vieles ungeheuer stark zusammen passt.



In der Mitte stehen groß die technischen Geräte, aufgebaut zu einem Turm wie eine Skulptur um die technisch physikalische Welt zu symbolisieren.


Im wahrsten Sinn ist dies zusammen ein „Denk-Mal!“




