Aktueller Rückblick auf die dOCUMENTA (13)



Heute wurde bekannt gegeben, dass Prof. Anton Zeilinger aus Wien den Nobelpreis für Physik erhält (mit zwei weiteren Kollegen), dies für seine grundlegenden Arbeiten zur Quantenphysik.
Was hat das nun mit Kunst zu tun?
Anton Zeilinger war 2012 Teilnehmer der dOCUMENTA (13). Die Kuratorin, Carolyn Christov-Bakargiev wollte die Verstrickungen und engen Beziehungen zwischen Kunst und Naturwissenschaft darstellen. Beide eigentlich völlig unterschiedliche Disziplinen haben sich seit Urzeiten gegenseitig stets beeinflusst: entweder haben Künstler neue wisenschaftliche Erkenntnisse in ihre Kunstwerke aufgenommen und ggf. kritisiert wie die Atomphysik oder künstlerische kreative Visionen (Science fiction) wurde versucht, naturwissenschaftlich zu verifizieren.
Bei der Quantenphysik fällt unsere menschliche Vorstellungskraft zunächst komplett aus, doch sie funktioniert im Experiment. Dass Teilchen nach ihrer Trennung alle Informationen über große Entfernungen ohne Kabel, Photonen oder Sendestrahlen behalten und trotzdem kommunizieren, erscheint unfassbar, ist aber real. Anton Zeilingers Experimente beweisen eine Art „Beamen“ wie bei Startreck. Nein, nicht von kompletten Menschen, jedoch von Informationen. „Entanglement“ = Verstrickung ist das Wort …… und hatten wir nicht selbst schon oft das Gefühl, dass alles mit allem auf fast magische Weise verbunden ist? Offensichtlich pure Physik!


Die Fotos entstanden während der Tätigkeit der Autorin als Worldly Companion bei der dOCUMENTA (13).
https://www.srf.ch/play/tv/redirect/detail/538e5601-c5ea-4ad3-ad8e-fb6c635c2160