Das Kanzleramt und das Guggenheim

Eduardo Chillida in Berlin und in seiner baskischen Heimat

Vielmals bei HEUTE und der TAGESSCHAU wurde dieses Kunstwerk gezeigt, aber meist wenig beachtet, denn die Berichte von wichtigen Empfängen vor dem Kanzleramt thematisierten eher die politische Bedeutung des Gastes und des Bundeskanzlers.

Doch die stählerne oxidierte Skulptur ist ebenfalls wert, mit ihrer Historie mal erwähnt zu werden. Im Jahr 2000 wurde sie enthüllt. Ihr Titel ist „Vereinigung“, wobei offen bleiben kann, ob der Bildhauer Eduardo Chillida hiermit die liebevolle Vereinigung zweier Menschen darstellen wollte oder verallgemeinert Vereinigung meinte, womit an diesem speziellen Ort die Wiedervereinigung Deutschlands großartig symbolisiert würde.

Chillida ist ein spanisch-baskischer Bildhauer, der auf einem Grundstück in San Sebastian seine Werke herstellte, nachdem er eine stillgelegte Metallfabrik in der Nähe entdeckt hatte, die für seine Zwecke reaktiviert werden konnte.

Auf dem Gelände des jetzt Chillida-Leku-Museums sind eine Fülle seiner Werke ausgestellt. Zur Einweihung 2000 waren nicht nur der Künstler selbst, sondern der spanische König sowie eine Delegation aus Deutschland mit dem Bundeskanzler Schröder gekommen. Er hatte ja auch eine Chillida-Skulptur vor seinem Regierungsgebäude.

Doch auch an der Steilküste von San Sebastian stemmen sich Skulpturen von Eduardo Chillida gegen den Wind und die Meeres-Brandung. Außerdem zeigt das Guggenheim-Museum in Bilbao mehrere Werke des Bildhauers aus der Region mit Weltruhm in seinem großartigen Bau und Gelände.

Ist jetzt der Blick auf die Skulptur vor dem Kanzleramt beim nächsten Staatsempfang oder einem Berlin-Besuch ein wenig geschärft ? Schön wär’s!


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