
Erneut geht es im Hamburger Bahnhof um „Verschlungenheit“. Bei Christina Quarles sind es erkennbare Körper, bei Eva Fabregas eher abstrahierte Liebende.


Der spanischen Künstlerin aus Barcelona ist es ausgesprochen genial geglückt, die riesige kalte harte Bahnhofshalle des Museums in einen soften geschmeidigen und stillen Raum zu verwandeln. Sie berichtet selbst, dass sie nach der Einladung der Direktoren Sam Bardaouil und Till Fellrath und erster Besichtigung der Halle schockiert und zweifelnd war, ob sie der Aufgabe gewachsen sei. Neben dem Industriecharakter machte ihr auch die Akustik Kopfzerbrechen.


Es sind 70 einzelne Skulpturen, textile Schläuche, gefüllt mit unterschiedlichen Bällen in weichen Pastellfarben. So bleibt letzlich das Hauptmaterial LUFT.


Bewegen sie sich vielleicht? Atmen sie? Sind sie lebendig? ….könnte man fragen und möchte am liebsten eintauchen und mit ihnen spielen. Doch nein! Auch Kinder dürfen sich nicht in den Werken tummeln, so verführerisch es auch wirkt. Eigentlich schade. Doch es bleibt auch so ein sinnlich schönes Kunsterlebnis.
Berlin, Hamburger Bahnhof 6.7.23 bis 7.1.24