Wo pure Mechanik begeistert


Unter dem Titel „La roue = c`est tout“(das Rad = das ist alles) präsentiert das von Roche geförderte Baseler Museum des Künstlers seine riesigen beweglichen Maschinen in neuer – funktionierender – Anordnung. Ihr Mechanismus wird abwechselnd aktiviert und das künstlerisch verbundene bunte Räderwerk mit seinen spielerischen Elementen begeistert das Publikum nach wie vor.



Ein neues bewegliches reliefartiges Werk begrüßt die Besucher*Innen als Neuerwerbung gleich im Foyer.

Jean Tinguely schuf nicht nur perfekt funktionierende Fantasiemaschinen, sondern auch provokativ solche mit Selbstzerstörungsmechanismen, die entweder in der anmerikanischen Wüste explodierten oder New Yorker Kunstpublikum völlig verstörten.


Neben den großen bunten Eye-catchern findet sich auch eine düstere Sammlung von Spätwerken des Künstlers in einem Extra-Raum unter dem Titel „Mengele-Totentanz“. Ursprung war ein Stück Stahl mit dem Namensaufdruck. Es inspirierte Tinguely zu einer dunklen Serie, die kritisch mit dem Kriegsverbrecher Joseph Mengele verbinden sollte.


Das Museum zeigt aktuell zusätzlich umfangreiche Werke des kanadischen Künstlerpaares Cardiff/Miller, (auch Documenta 13, 2012). Sie präsentieren – inspiriert von Jean Tinguely, „Dream Machines“, u.a. eine Klanginstallation, aus der aus 40 Lautsprechern Chöre zu hören sind, wenn sich Menschen darum herum bewegen. Außerdem „Escape-Room“ eine Miniatur-Fantasie-Stadt unterschiedlicher Gebäude. (Bis 24.9.23)



