„The Friendly Allien“ in Graz

Ein durchaus spektakulärer Kunst-Tempel

Der Außerirdische ist bereits 2003 in Österreich gelandet, als Graz Kulturhauptstadt Europas war. Die Architekten Peter Cook und Colin Fournier konnten ihn angesichts einer offensichtlich unglaublich toleranten Bürgerschaft als blau glänzenden Kontrapunkt in der sonst traditionell beschaulichen Stadtarchitektur plazieren. Inzwischen überstrahlt das Kunsthaus sowohl den Uhrturm als auch den Ruhm von Arnold Schwarzenegger in seiner Geburtsstadt.

Die Räume seien laut einiger Mitarbeiterinnen extrem schwer zu bespielen, auch weil die tentakelartigen Lichtschächte mit ihren Spezialleuchten den großen Raum sehr dominieren.

Trotzdem gliedert sich aktuell die Ausstellung „HERITAGE PROJEKT“ von Plamen Dejanoff wirklich harmonisch in den Raum ein. Der Künstler stammt aus Veliko Tarnovo, einer bulgarischen Stadt, die ihre Blüte im Mittelalter hatte. So sammelte er Gebäudestücke und ließ sie überarbeiten oder von Handwerkern in alter Technik nachbauen (Fenster und Lampen), um auf das kulturelle Erbe aufmerksam zu machen und somit exemplarisch den Wert aller alten Kulturen aufzuwerten.

Doch auch in Graz ist der Star das Gebäude, das – ähnlich wie in Bilbao – durch viele Winkel, Durch- und Ausblicke eine besondere aesthetische Faszination ausübt.

Am 27. September ist sein 20. Geburtstag. Gefeiert werden sollte dieses Kunsthaus auf jeden Fall.


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