Finger weg von der Documenta!

Die so lange sogar von den erfahrenen früheren Kurator*innen ausgesuchte Findungskommission für die Documenta 16 ist geplatzt. Sie hat sich einfach aufgelöst. Und woran lag es?

Natürlich liegt die große Konfliktsituation im Nahen Osten zwischen Israel und den umliegenden muslimischen Staaten, insbesondere Palästina dem zugrunde. Da werden Greueltaten an Zivilisten auf allen Seiten angerichtet, die keinesfalls gutzuheißen sind.

Die Unmöglichkeit einer für alle Seiten akzeptablen friedlichen Lösung ist und bleibt aber ein Weltproblem, für das sich die Künstler*innen und Kunst-Liebenden jedoch nicht vereinnahmen lassen sollten.

Die Documenta ist eine Institution, die sich von Beginn an gegen politische Einmischung bekannt hat, indem sie „entarteter Kunst“ wieder ihre Ehre und den richtigen Platz in der Kunstgeschichte zugewiesen hat.

Momentan scheint es, dass ein populär-publizistischer Missbrauch dieser Kunstausstellung erneut aufblüht, wie er schon im Sommer 2022 hunderte unbescholtene wunderbare Künstler*innen kollektiv diffamierte. Die Findungskommission wollte sich verständlicherweise nicht diesen Anfeindungen und dem Misstrauen erneut aussetzen.

Was nun?

Können wir die Documenta nicht unter ARTenschutz der UNESCO stellen lassen?

Oder gründen wir eine Initiative der Freunde der Documenta mit dem Titel: „Finger weg von der Documenta“?

Aus solch einer Gruppe könnten wir auch gleich die neue bestimmt loyale Findungskommission selbst stellen!


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