ARTISSIMA Turin

Echte Konkurenz im Kunstmessenzirkus

Sie ist zurzeit die wichtigste Kunstmesse in Italien und zieht zunehmend Kunstkenner und -kennerinnen von weither an: die ARTISSIMA in Turin . Die Messe legt einen Schwerpunkt auf aktuelle zeitgenössische Kunst -weniger auf Alte Meisterwerke- und das nicht nur italienischer Herkunft. Eine weitere Besonderheit ist, einige Bereiche speziell zu kuratieren. Andere Messen wie die Art Basel lassen uns Besucher ja in einer wilden unkoordinierten Achterbahnfahrt durch Epochen und Kunststile oft verwirrt herumirren. In Turin bedeutet es, dass erfahrene Kuratoren mit ausstellenden Galerien absprechen, welche ihrer Künstler dort passend zu einem Thema präsentiert werden. Das ergibt Sinn, aber auch Diskussionsstoff, wie Leon Kruijswijk, der vormals im KW in Berlin arbeitete, berichtete. So hätte er sich beispielweise für seinen Bereich „Present Future“ Performances gewünscht, worauf sich die Galerien jedoch nicht einlassen wollten. Vermutlich ist der Sinn der Messe, der Verkauf, hiermit schwierig.

(Valentina Furian gewann den „Vanni #Artistroom Prize“ des Brillenherstellers)

Das Geschäft mit Privatsammlern sei laut Messemanagern aktuell eher schwächer, doch dafür hätten institutionelle Ankäufe dies mehr als ausgeglichen. Kuratoren wie Hans Ulrich Obrist von der Serpentine-Gallery in London schaute sich um. Auch Krist Gruijthuijsen, seit kurzem Direktor des „Espoo Museums of Modern Art“ nahe Helsinki berichtet begeistert über Ankäufe für seine kommenden Ausstellungen und die Sammlung des Museums.

ARTISSIMA Turin, 29.10. bis 2.11.2025

Die Artissima war auch Anlass für mehrere Openings von Herbstausstellungen in anderen Institutionen im Rahmen der ART-Week in Turin. Dazu mehr …..


Hinterlasse einen Kommentar