Sie ist zurzeit die wichtigste Kunstmesse in Italien und zieht zunehmend Kunstkenner und -kennerinnen von weither an: die ARTISSIMA in Turin . Die Messe legt einen Schwerpunkt auf aktuelle zeitgenössische Kunst -weniger auf Alte Meisterwerke- und das nicht nur italienischer Herkunft. Eine weitere Besonderheit ist, einige Bereiche speziell zu kuratieren. Andere Messen wie die Art Basel lassen uns Besucher ja in einer wilden unkoordinierten Achterbahnfahrt durch Epochen und Kunststile oft verwirrt herumirren. In Turin bedeutet es, dass erfahrene Kuratoren mit ausstellenden Galerien absprechen, welche ihrer Künstler dort passend zu einem Thema präsentiert werden. Das ergibt Sinn, aber auch Diskussionsstoff, wie Leon Kruijswijk, der vormals im KW in Berlin arbeitete, berichtete. So hätte er sich beispielweise für seinen Bereich „Present Future“ Performances gewünscht, worauf sich die Galerien jedoch nicht einlassen wollten. Vermutlich ist der Sinn der Messe, der Verkauf, hiermit schwierig.
(Valentina Furian gewann den „Vanni #Artistroom Prize“ des Brillenherstellers)
Das Geschäft mit Privatsammlern sei laut Messemanagern aktuell eher schwächer, doch dafür hätten institutionelle Ankäufe dies mehr als ausgeglichen. Kuratoren wie Hans Ulrich Obrist von der Serpentine-Gallery in London schaute sich um. Auch Krist Gruijthuijsen, seit kurzem Direktor des „Espoo Museums of Modern Art“ nahe Helsinki berichtet begeistert über Ankäufe für seine kommenden Ausstellungen und die Sammlung des Museums.
John Armleder
ARTISSIMA Turin, 29.10. bis 2.11.2025
Die Artissima war auch Anlass für mehrere Openings von Herbstausstellungen in anderen Institutionen im Rahmen der ART-Week in Turin. Dazu mehr …..
CHRISTOPH NIEMANN: Erst bei INArtberlin, jetzt in ART
Die Kunstzeitschrift ART Special hat in dieser Woche, erst lange sieben Wochen nach dem Artikel und Interview hier bei INArtberlin.com endlich auch dem Künstler, Illustrator und Grafiker Christoph Niemann Beachtung geschenkt. Schön, wenn weitere Stimmen in der Kunstwelt etwas entdecken, das aufmerksame Spürnasen der modernen Kunst bereits früher wahrgenommen haben.
ART Spezial November 2025INArtberlin.com vom 27.Sept 2025
Kunst lebt vom Austausch. Genau dafür sorgt auch dieser Blog INArtberlin: als Plattform für Diskussion, Feedback und Sichtbarkeit. Nutzen Sie meine Beiträge als Anlass zum Kommentieren, Teilen und Reposten. So schaffen wir nicht nur eine Vielfalt an Meinungen, sondern geben Künstlerinnen und Künstlern auch zusätzliche Chancen, auf dem Markt deutlicher wahrgenommen zu werden.Teilen Sie Ihre Gedanken — für eine lebendige und transparente Kunstszene!
Und noch ein aktueller Extra-Hinweis:Am 15.11.2025 eröffnet das Horst-Janssen-Museum in Oldenburg eine Solo-Ausstellung von Christoph Niemann, der sich dort bereits an der Fassade verewigt hat. Die Show läuft bis 17.5.2025
MAURIZIO CATTELAN, preiswürdiger Preisträger?
Die Neue Nationalgalerie Berlin verkündete ihren diesjährigen Preisträger und die Kunstwelt wundert sich.
Maurizio Cattelan ist eher ein etabliertes Urgestein zeitgenössischer Kunst und kein Nachwuchstalent, wie es ursprünglich die Preisträger*Innen sein sollten. Doch es gibt inzwischen auch kein Preisgeld, sondern „NUR“ eine Ausstellung als Belohnung. Das war für Nachwuchskünstler*Innen zwar auch reizvoll, doch sie hätten etwas Startkapital sicher gut gebrauchen können. Jetzt kann man sich natürlich streiten, ob es seriös ist, die Auswahlkriterien für einen Kunstpreis einfach zu ändern. Andererseits verspricht die kommende Solo-Ausstellung Cattelans erneut einen riesigen Publikumserfolg, der für Museen heutzutage ein ultra-wichtiger Prestigefaktor ist.
Maurizio Cattelan braucht auch garantiert kein hohes Preisgeld mehr, denn er hat bereits durch spektakulär provokante Kunstwerke weltweit für Furore gesorgt und seine Werke werden hochpreisig vermarktet, Nicht nur die goldene Toilette, die vor kurzem medienwirksam versteigert wurde, ist ein Beweis dafür. Auch sollte beispielsweise eins der 5 Exemplare seiner knabenhaften Figur des betenden Hitler auf der letzten ART Basel 2,5 Millionen US-Dollar kosten.
Bei der Biennale in Venedig 2024 gestaltete der Künstler die Fassade des Frauengefängnisses mit zwei riesigen Fusssohlen inklusive Löchern, wohl einer Anspielung auf das Kreuzigungs-Opfer. Noch brisanter ist hierbei der Ort des Werkes, denn es ziert den Länder-Pavillon des Vatikans.
Foto: Zotti Lucio
Klassiker von Cattelan sind die gefallene Skulptur des Papstes von 1999, erschlagen von einem Meteoriten und das an der Decke aufgehängte Pferd. Dies befindet sich aktuell im Castello di Rivoli in Turin.
Das Berliner Publikum kann sich auf jeden Fall auf eine unterhaltsame witzige Kunst-Ausstellung im kommenden Jahr freuen.
Garantiert nicht unpolitisch: die kommende 14. Berlin-Biennale 2027
Dass sie in diesem Jahr zu unpolitisch ausgerichtet gewesen sei, wurde der Berlin-Biennale vorgeworfen. Doch das ist mit der Wahl des Kurators für die 14. Ausgabe 2027 nicht zu erwarten, denn das KW Institut for Contemporary Art veröffentlichte jetzt die Nachricht über den designierten Kurator.
Er heißt VASYL CHEREPANYN, wurde 1980 in der Ukraine geboren und bringt umfangreiche Erfahrungen als Kurator, Wissenschaftler im Bereich Philosophie und Kunst sowie als poltischer Aktivist für diese Aufgabe mit. 2008 gründete er mit Kollegen die Organisation VCRC, die die Kiew Biennale organisiert, die wegen des Krieges in großen Teilen außerhalb der Ukraine stattfindet. Dieses „Visual Culture Research Center“ leitet er jetzt als Teil des Osteuropa-Instituts der FU-Berlin. Vasyl Cherepanyn kuartierte und lehrte unter anderem in Warschau, Helsinki, Frankfurt/Oder, Greifswald, Antwerpen, Linz und natürlich auch in Kiew. Sein Ansatz war und ist stets philosophisch, politisch und zukunftorientiert.
„Die Berlin Biennale in die Zukunft zu denken und sie in der Gegenwart zu kuratieren bedeutet für mich, sich voll und ganz einer Zukunft der Kunst und ihrer Vermittlung innerhalb der Stadt zu widmen und aus ihrer sozialen Kontextualisierung in diesem Prozess zu lernen.“ (Original-Zitat)
All das gibt Anlass zu großer Vorfreude auf eine Berlin-Biennale mit einem Schwerpunkt auf Osteuropa, einer Region, die uns so nah ist und gleichzeitig extrem gefährdet. Mit künstlerischen Positionen kann es möglich werden, uns die Mentalität, die Besonderheiten und auch die Tragik der Menschen dort noch näher zu bringen.
Vasyl Cherepanyn wurde von einer internationalen Findungskommission aus Künstler*Innen, Kurator*Innen und Kunstprofessor*Innen aus Tel Aviv, Boston, Los Angeles, Turin und Berlin ausgewählt und vorgeschlagen.
Eine interessante und absolut spannende Wahl, gerade auch für Berlin!
Das bizarre Bild unserer Straßen durch Google-Augen
Foto: Biennale Venezia
„Nine Eyes“ bezieht sich auf die Installation einer Kugelkamera mit 9 Objektiven auf den Dächern der Fahrzeuge, die für Google-Street-View auf der ganzen Welt die Straßen abgefahren sind, um sie mit Millionen von Fotos zu dokumentieren. Google begann das Projekt 2006.
Seit 2008 sammelt der 43 jährige kanadische Künstler Jon Rafman Bilder, die von diesen Kameras mit zufällig besonderen Motive aufgenommen wurden und im Internet zu finden sind.
Australien 2025
Zu Beginn der Aktivitäten von Google-Street-View gab es bereits Vorwürfe und Diskussionen über die hierdurch entstehenden Verletzungen von Persönlichkeitsrechten und ethischen Grundsätzen bei Veröffentlichung von Bildern, die nicht autorisiert waren. Große juristische Sanktionen gab es bisher nicht. Google selbst stiehlt sich aus der Verantwortung, indem sie auf jedem Foto ein zartes Wasserzeichen einbauen mit dem Schriftzug „report a concern“ (Bedenken melden!). Angeblich führt ein direkter Link auf eine Seite, wo jedermann Beschwerden anmelden kann und soll. Gedacht ist an Probleme mit der Sichtbarkeit der eigenen Person oder des eigenen Hauses. Ebenso können Bedenken gegen anstößige Motive gemeldet werden. John Rafman hat für seine Ausstellung bei einigen Motiven sicherheitshalber die Gesichter selbst zusätzlich verpixelt.
Italien 2012
Da die Google-Kameras völlig undifferenziert alles aufgezeichnet haben, was am Straßenrand passierte, ergaben sich teilweise spannende lustige und skurrile, aber auch erschreckende Szenen. Die Kamera-Fahrzeuge sind ja gut zu erkennen, so dass sich häufiger Menschen einen Spaß gemacht haben, einen Stinkefinger zu zeigen oder ihre Hosen herunterzuziehen. Doch auch ohne diese Motive enthält die Sammlung von Rafman viel Humor und Ironie. Die ungestellten puristischen Fotos vermitteln stets den verblüffenden Charakter eines Schnappschusses.
Norwegen 2011
Louisiana liegt nicht nur in den USA sondern erstaunlicherweise auch in Dänemark: das „Louisiana Museum für moderne Kunst“ in Humlebaeck nahe Kopenhagen ist eins der weltweit wichtigsten Museen dieser Art.
Die aktuelle Ausstellung von Jon Rafman dort trägt auch den Zusatz: „2008 bis 25“. Sie zeigt die Google Fotos in einer speziellen Aufbereitung durch den Künstler, was nicht unumstritten bleibt. Er hat sie ja nicht selbst aufgenommen, sondern lediglich zufällig im Internet gefunden und zusammengestellt. Es ist sozusagen „nur“ eine kuratorische Leistung. Andererseits ist die Idee und das Konzept weit mehr als das.
Präsentiert werden die Internet-Fotos sowohl in Form von großen gerahmten Hochglanzbildern, als auch in einer Serie von Abzügen in lediglich Postkartengröße. Außerdem gibt es eine Dia-Show auf großer Leinwand. Das Besondere der Präsentation ist das immersive Erlebnis, das durch die komplette Wand- und Bodengestaltung mit Teppichen und schweren Vorhängen entsteht, die mit Collagen von Fotos der Sammlung bedruckt sind. Die Besucher sind hierdurch selbst Teil einer beliebigen Straßenszene, so dass sofort die Erwartung entsteht, ein Google-Fahrzeugt könne plötzlich um die Ecke biegen und auch hier seine Aufnahmen machen.
Es ist leider nicht immer nachvollziehbar, wie die einzelnen Bilder in den Foto-Gruppen untereinander korrespondieren sollen. Da sind die Gegenüberstellungen von immer zwei Fotos in dem Begleitbuch mit 464 Abbildungen wirklich fantastisch, ein echter Schatz und jede dänische Krone wert. Außerdem sind hierin bei jedem Foto der Ort und das Aufnahmejahr verzeichnet, was sehr hilfreich ist.
Rotterdam 2009 – Japan 2025
John Rafman veröffentlichte seine gesammelten Fotos zunächst nur sporadisch online, bis 2010 in Linz in Österreich die erste dokumentierte institutionelle Ausstellung stattfand. Kurze Zeit darauf gab es in einer Galerie in New York ebenfalls eine Einzelpräsentation. Seither führt der Künstler das Projekt weiter, indem er ständig neue Fotos im Netz sucht, in seine Sammlung integriert und auch weltweit live präsentiert.
Jon Rafman arbeitet als Künstler stets mit aktuellen medialen Techniken inklusive artificial intelligence. So zeigte er z.B. als Beitrag zur Venedig-Biennale 2019 einen excellenten surrealistischen Animationsfilm:“Dream Journal“. Träume, eher Alpträume werden darin bunt und gruselig dargestellt.
Die künstlerische Qualität von „Report a concern““ ist vielleicht diskutabel, doch es handelt sich letztlich auch um eine historische Dokumentation des aktuellen Zeitgeistes, ein weltumspannendes Spiegelbild von realen menschlichen Lebenssituationen. Die Aufnahmen wurden nicht zu einem bestimmten Ereignis angefertigt, wie für eine Zeitung. Sie sind nicht inszeniert wie bei Jeff Wall, verkörpern jedoch trotzdem die besondere Spannung des zufälligen Augenblickes. Es sind die ungeschönten Einblicke in Momente auf einer beliebigen Straße. Die Stärke der Arbeit von Jon Rafman ist dabei der Prozess des Auswählens und Zusammenstellens, dementsprechend als „artistical research“ anzusehen. Wertvoll hierfür ist auch der Zeitraum von bereits 17 Jahren und die permanente Fortführung, die das Projekt lebendig erhalten wird.
„Report a concern“: „Nine Eyes“ by Jon Rafman im Louisiana-Museum in Humlebaek (Dänemark) vom 8. Oktober 2025 bis 11. Januar 2026.
Die mühsame Suche nach der Herkunft eines Kunstwerks
Max ErnstYves Tanguy
Wichtige Werke des Surrealismus sind aktuell in der Neuen Nationalgalerie in Berlin ausgestellt. Salvador Dali, Juan Miro, Max Ernst, André Masson, René Magritte sind typische Künstler dieser Strömung. Ihr Stil mit der Verformung realer Gegenstände in einer der Fantasie entspringenden irrealen Welt erinnert an Träume und Alpträume und ist leicht zu identifizieren. In den 1920ger Jahren entwickelte sich der Surrealismus besonders in Frankreich und Spanien, aber auch in Deutschland.
Das Besondere dieser aktuellen Ausstellung ist, dass die Kunstwerke nicht nur einfach anzuschauen sind, sondern viel über ihre „Biographie“ zu erfahren ist. Wann sind sie entstanden? Wer waren bisher ihre Besitzer? Auf welchen Ausstellungen waren sie vertreten?
Max ErnstMax Ernst: House Angel
Die Bilder stammen aus der privaten Sammlung des Ehepaars Pietzsch, die sie durch Schenkung dem Land Berlin überlassen haben. Wenn wertvolle Gemälde öffentlich ausgestellt werden sollen, muss sichergestellt sein, dass sie nicht in der Vergangenheit einem Besitzer illegal entwendet wurden. Solche Fälle kamen in der Zeit des Nationalsozialismus vielfach vor, indem jüdische Sammler enteignet wurden. Sie hatten dann nur die Alternative schnell weit in ein ausländisches Exil zu fliehen oder in einem KZ zusammen mit ihren Familien umzukommen. Auch sogenannte „freiwillige“ Verkäufe zu Spottpreisen bleiben letzlich Raubkunst. Wenn ein Kunstwerk mit solch einer Geschichte identifiziert wird, muss es den Nachkommen der ursprünglichen Besitzer zurück gegeben werden.
Wie komplex und aufwändig eine Rekonstruktion des Lebensweges eines Kunstwerks ist, soll in dieser Ausstellung nachvollziehbar werden.
Wichtig ist dabei stets, sich zu allererst die Rückseite eines Bildes anzusehen. Oft kleben dort kleine Papiere mit Invertarstempeln oder Aufschriften auf den Rahmen.
Daran schließt sich eine intensive Recherche in Archiven mit Bestandslisten von Museen und Galeristen an. Ein wesentliches Problem bei den ausgestellten Surrealisten war, dass viele Künstler ins Exil geflohen waren, sich dann aber teilweise in Südfrankreich, den USA oder Mexiko wieder trafen. Ihre Bilder ließen sie bei Bekannten zurück, tauschten sie gegenseitig oder verschenkten sie an Kolleg*Innen. Dafür wurde naturgemäß weder ein Vertrag geschlossen, noch wurde das Werk mit einem speziellen Aufkleber markiert.
Ein besonderes Beispiel für eine bewegte Reise über Kontinente hinweg ist „Der Jäger“ von André Masson. Hierzu gibt es sogar ein Schriftstück, dass seinen Aufenthalt in einem Depot der Nazis beweist. Da die politische Führung surrealistische Bilder als „entartet“ einstufte, wurden viele von ihnen vernichtet. Dies wird auch über den Jäger vermerkt. Warum es nicht stattfand, bleibt ein Rätsel, jedoch wurde er nachweislich nach dem 2. Welt-Krieg dem Besitzer direkt zurückgegeben.
Die Erforschung der Provenienz, also der Herkunft ist ein spannendes Feld – nicht nur für eventuell zukünftige Sammler*Innen. Es ist ein Einblick in unsere Geschichte, auch die der früheren Migrationsbewegungen, die auf den Ausstellungstafeln und im Katalog gut nachvollziehbar sind.
„Max Ernst bis Dorothea Tanning: Netzwerke des Surrealismus, Provenienzen der Sammlung Ulla und Heiner Pietzsch“. Neue Nationalgalerie Berlin: 17. Okt. 2025 bis 1.März 2026
Im Gropiusbau in Berlin gilt es einzutauchen in ein Labyrinth von Gestängen wie in einer skulpturalen Installation von Piet Mondrian, umgeben von Schwarz-Weiß-Fotografien der New Yorker Fotografin Diane Arbus (1923 – 1971). Die besondere Konstruktion und Anbringung der Fotos mit verwirrender Vervielfältigung durch Spiegelungen ist ein Raumkunstwerk für sich. Das Umherirren und immer wieder zufälligen Auffinden der unterschiedlichen Fotomotive ohne zwingenden Zusammenhang ist absolut gewollt. So hinterlässt jeder einzelne Blick auf ein neues Bild eine extrem intensive und individuelle Wirkung.
Diane Arbus bekam 1941 ihre erste Kamera als Hochzeitsgeschenk ihres Ehemannes. Zuvor hatte sie bereits Kunst in New York studiert. Beide gründeten nach dem Krieg 1946 eine Agentur für Modefotografie. Mit Fotos für Hochglanz-Zeitschriften sicherte sich Diane Arbus auch weiterhin ihren Lebensunterhalt. Sie erschienen bei Haarper’s Bazaar ebenso wie in der VOGUE.
Doch viel mehr faszinierten die Fotografin Menschen, die nicht dem Schönheitsideal der Zeit entsprachen: Behinderte, Kleinwüchsige, Ausgestoßene, Travestie-Künstler: Menschen, die eher nicht die gesellschaftlichen Normen verkörpern.
Diane Arbus‘ außergewöhnliche Fotos begeisterten Kunstkenner und wurden zunehmend in berühmten Museen wie dem MOMA in New York oder postum auch in Paris und Ontario ausgestellt. 1972, ein Jahr nach ihrem frühen selbstgewählten Tod zeigte die Biennale in Venedig Fotos von Diane Arbus. Es war das erste Mal, dass Fotografien den Rang von Kunstwerken erreichten.
Neil Selkirk
Im Gropius-Bau in Berlin werden 450 Fotos gezeigt. Es sind Abzüge, die Neil Selkirk genau in der Art wie die Künstlerin selbst hergestellt hat. Er ist ebenfalls Fotograf und war Schüler bei Diane Arbus. Mit seinen technischen Kenntnissen hatte er ihr damals oft zur Seite gestanden, weshalb nur er von ihr autorisiert wurde, auch weiterhin Abzüge ihrer Negative herzustellen.
Es ist faszinierend, wie sich im Blick der Fotografin ihre Liebe und Wertschätzung andersartiger Menschen auf ihren Fotos abbildet. Sie sind eine Anregung für uns Betrachtetende, uns selbst der Welt und den Menschen in ihrer Vielfältigkeit offen und bewundernd zu nähern.
Diane Arbus: „Konstellationen“, Gropius-Bau Berlin, 16.Okt.2025 bis 18.Januar 2026
„Díe Kunst ist die höchste Form der Hoffnung!“ Dieses Zitat von Gerhard Richter anläßlich der Documenta 7, 1982, begleitete heute das Richtfest für das Gebäude des „Berlin Modern“. Es wird als Museum für das 20. Jahrhundert errichtet und soll deutlich mehr aus dem Schatz der Sammlung der „Stiftung Preußischer Kunstbesitz“* öffentlich zeigen, als es bisher in anderen Berliner Museen möglich war.
Zum heutigen traditionellen Fest der Handwerker, die es glücklicherweise noch gibt, kamen sowohl die neue Präsidentin der SPK*, der größten staatlichen Kunstinstitution des Landes, Marion Ackermann, als auch der aktuelle Kulturstaatsminister und seine Vorgängerinnen Claudia Roth und Monika Grütters, die zuvor für diesen Bau politische Verantwortung trugen.
Jaques Herzog repräsentierte sein Architekturbüro „Herzog & De Meuron“ aus Basel. Mit Bauten wie der Bayern-Arena und dem Olympiastadion in Peking, „Vogelnest“ genannt, gehören sie durchaus zur Weltelite der Architektur. Klaus Biesenbach sprach als zukünftiger Hausherr, denn er ist nicht nur aktuell Direktor der Neuen Nationalgalerie, sondern auch bereits designierter künstlerischer Direktor des „Berlin Modern“.
Jaques Herzog, Marion Ackermann, Wolfram Weimer, Klaus Biesenbach
Doch was zeichnet den Neubau besonders aus? Er ist groß, extrem groß und er wird das Zentrum des sogennanten Kulturforums, wo er sich schon jetzt in voller Riesenhaftigkeit breit macht. Der Bau ist auch extrem schnell gewachsen: die Grundsteinlegung war erst im Februar 2024 und die Kosten sind bisher nicht explodiert. Ist er auch schön? Ja! Schon der Rohbau mit seinen vielen Stützen und den rauhen ungeglätteten Betonwänden und -böden und den freien Durchblicken zu den umgebenden Gebäuden übt in seinem brutalistischen Zustand eine ungeheuere Spannung aus, die danach ruft, mit Kunst bespielt zu werden.
Rebecca Horn
Erste Kunstwerke im Rohbau
17.10.2025
Es war bestimmt nicht einfach, ein Haus zu konzipieren, das viel Platz für Kunst bietet, aber zwischen Architektur-Ikonen wie der Philharmonie von Hans Scharoun und der Neuen Nationalgalerie von Mies van der Rohe strahlen kann, ohne sie zu erdrücken. Das gelingt u.a. durch den Bau weit in die Tiefe, von wo aus trotzdem kathedralenartige Räume erhaben bis zum Dach hinauf ragen können.
Platane hinter dem Gerüst
Eine reizende Besonderheit zeigt eine Einbuchtung in das Gebäude, eine spielerisch wirkende Störung, die dem Haus den Charakter eines Klotzes letztlich vollkommen nimmt. Die Architektur musste einem Natur-Riesen Ehrerbietung zeigen. Es geht um die 150 Jahre alte Platane, die sich und ihren Standort verteidigt. Sie hat den ersten Weltkrieg überlebt, die wilden 20ger-Jahre in Berlin, den zweiten Weltkrieg, die Teilung und Wiedervereinigung des Landes und sie ist Zeuge der großen Hoffnung auf dauerhaften Frieden. Jetzt trotzt sie der Betonierung durch den Menschen: ein wunderbares Symbol für heutige Rücksichtnahme und Wertschätzung der Natur.
Performance von Joan Jonas
Perfektioniert wurde der ursprüngliche Entwurf durch die grundlegende ökologische Umplanung, die das Architektenteam nicht nur duldete, sondern begeistert umsetzte.
Als Reminiszenz auf Joseph Beuys, der zur bereits genannten Documenta 7mit 7000 Eichen Kassel unter dem Titel „Stadtverwaldung statt Stadtverwaltung“ begrünen ließ, sollen um das jetzige Museum herum ebenfalls Bäume gepflanzt werden. Aktuell müssen die ersten des Projektes leider noch in Kübeln wachsen.
Die Kunstwerke des 20.Jahrhundert sind ebenso wie die Platane wichtige Zeugen für unsere Geschichte mit all ihren Schrecken, aber auch den wunderbaren Entwicklungen von Toleranz, ökologischem Gewissen, Menschenrechten, friedlichem Zusammenleben und der Hoffnung auf lange Stabilität dessen. Darum ist es wichtig, dass sie in diesem Museum groß und laut gesehen werden können.
Richtfest des „Berlin Modern“ am Kulturforum Berlin am 17.Oktober 2025
Kuratorenteam: Veronika Mehlhart, Dino Steinhof, Andreas Beitin, Friedrich von Borries
„Utopien entstehen als Visionen häufig in Zeiten der Unzufriedenheit über eine negativ empfundene Gegenwart.“ So leiten die Ausstellungsmacher des Kunstmuseums Wolfsburg rund um den Direktor Andreas Beitin die Thematik des aktuellen Projektes in der großen Halle ein. „You may say I’m a dreamer, but I’m not the only one.“ Dieses Zitat von John Lennon aus „Imagine“ gilt dem Untertitel: „Recht auf Hoffnung“. Ehemals utopische Gedanken und was aus ihnen geworden ist werden präsentiert. Ebenso finden sich Kunstwerke, die künstlerische Darstellungen und Projekte für eine positive Zukunft visualisiert.
Von Thomas Demand stammt das fast originalgroße Foto der Schaltzentrale des Atomkraftwerks in Fukushima. Richtig ist, dass das AKW 2011 komplett durch den Tsunami zerstört wurde. Es war ursprünglich eine Utopie der Menschheit, dass mit der Atomtechnologie unendlich viel Energie bereitgestellt werden könnte. Doch diese Vorstellung zerplatzte mit der Katastrophe endgültig. Tschernobil 1986 blieb also kein Einzelfall. Der Künstler hat übrigens für das Foto den Raum vollständig aus Papier nachgebaut.
Auch die Wiedervereinigung Deutschlands war jahrzehntelang eine Utopie, die fast jeder als unrealistisch empfunden hatte. Sven Johne stellt diese Realität gewordene schöne Utopie in einer Fotoserie dar, die gefundene Heilpflanzen zeigt, die er im ehemaligen Todesstreifen gefunden hat.
Daneben liegen demolierte Eisensterne auf dem Boden von Raimund Kummer und Stefen Huber. Sie symbolisieren die vom Himmel gefallenen Sterne der Flaggen sozialistischer Staaten, in denen die Utopie ihres Staatssystems kein geglücktes Ende fand. Ob die Künstler die „Stars and Stripes“ der US-Flagge mit einbeziehen, bleibt zunächst offen.
Die dem gegenübergestellte zukünftige hoffnungsvolle Utopie einer nationalstaatenfreien Menschheit möchte die Collage der Société Realisé ausdrücken. Hier sind die Nationalflaggen in ihre Bestandsfarben abstrakt reduziert worden und bilden gemeinsam ein vielfältiges buntes Miteinander.
Mit hoher Anziehungskraft lockt die BesucherInnen ein Ensemble eleganter Porzellanskulkpturen unter dem Titel „Mare Mediterraneum“: AES+F hat als Gruppe von KünstlerInnen Szenen dargestellt, die das Thema Mittelmeer verbindet. Da gibt es kitschige Luxustouristen ebenso wie bedrohte Flüchtlingsboote. Alles enorm attraktiv anzuschauen.
Der Licht- und Aktionskünstler Olafur Eliasson ist mit einem „Navigation Star for Utopia“ vertreten, der uns offensichtlich in eine helle bunte Zukunft navigieren soll.
Eine abstrahierte Palmeninsel von Phillipp Fürhofer symbolisiert unsere utopischen Fantasien und Sehnsüchte nach einer paradisischen Südseeinsel.
Yinka Shonibares Öko-Astronaut ist auch auf dem Weg zu neuen friedlichen ökologischen Welten.
In dieser Art gilt es 60 künstlerische Umsetzungen zum Thema Utopie auf der Wolfsburger Ausstellung zu entdecken. Man sollte auch Zeit mitbringen, denn es sind viele großartige Video-Arbeiten von z.B. Francis Alys (Childrens Game), Melany Bonayo (Nocturnal Gardening), Cao Fei oder Yael Bartana (aus dem deutschen Pavillon der Venedig Biennale) auf jeden Fall sehenswert, die ein ausgiebiges Verweilen mit großem Genuss belohnen.
terreform ONE: New Y0rk als Post Carbon CityWiederverwendung von alten WindkraftflügelnPilze als neuer Werstoff
Der Katalog ist eine wunderbare hintergründige Sammlung von guten Essays über Utopien. Leider ist er als Erklärung für die einzelnen Kunstwerke mühsam und nicht so hilfreich.
„UTOPIA, Recht auf Hoffnung“ im Kunstmuseum Wolfsburg, 27.9.2025 bis 11.1.2026
Ein Extra-Tipp von INArtberlin: Besuchen Sie auf jeden Fall das Café im c/o Berlin. Dort sollte das Werk von Christoph Niemann auf keinen Fall unbeachtet bleiben, denn es ist weit mehr ist als eine dekorative Wandverkleidung.
Christoph Niemann ist ein weltweit erfolgreicher Grafiker und Illustrator. Er gestaltet regelmäßig das Cover der beliebten Zeitschrift „The NEW YORKER“ und schuf u.a. den Entwurf für den Innenbereich der U-Bahnstation Wannsee oder auch eine Briefmarke der Deutschen Post. Für das Café im c/o Berlin entwarf er den gewebten Wandteppich als Analogie zu einem der ersten fotografischen Experimente: „Der gedeckte Tisch“ des französischen Erfinders Nicéphore Niépce aus dem Jahr 1822. INArtberlin sprach mit Christoph Niemann anlässlich der Eröffnungsausstellung.
I.B.: Welche Idee hatten Sie für diese sogenannte „künstlerische Intervention“ der Wandgestaltung und wie ist sie realisiert worden?
Christoph Niemann: „Technisch ist es ein Wandteppich, ein gewebtes Stück Stoff, 16m lang, 2 m hoch mit zusätzlichen Arbeiten auf Leinwänden, die erhaben daraufmontiert wurden, um die reine Fläche aufzulockern. Seit ich auch Museumsausstellungen mache, weiß ich, dass die Gestaltung eines Raumes andere Anforderungen stellt. Theoretisch ist alles immer eine Frage der Zeichnung, aber zwischen einem Blatt Papier und einer Wand ist mehr Unterschied als alles nur zehnmal grösser, weil Räume anders funktionieren als einfach nur die Vergrößerung einer Zeichnung. Wenn ich zum Beispiel ein Magazin aufschlage, habe ich 2 Sekunden, um gefangen zu werden. In einem Raum sitze ich länger, da brauche ich eine mehrschichtige Textur, nicht nur einen Inhalt.
Bei der Herstellung des Wandteppichs arbeitete ich mit der Textildesign-Professorin Veronika Aumann zusammen. Wir haben mehrere Web-Techniken ausprobiert, was für mich absolut neu war. Besonders toll finde ich, dass man für eine schwarze Fläche die Fäden einfach herausspringen lassen kann, was einen dreidimensionalen und lebendigen Eindruck hinterlässt. Die Schattierungen entstehen aus Punkten schwarzer und weißer Fäden in unterschiedlicher Menge und Dichte. Das war für mich auch eine Verbindung zu meiner fotografischen Arbeit.
Oft entstand so auch für mich Überraschendes. Einerseits will ich immer alles kontrollieren. Doch gleichzeitig passierte während der Produktion das Interessante, wenn die künstlerische Vorstellung auf die Realität traf,z.B. die Fäden plötzlich über der Fläche flatterten. Das spannende Element des Unvorhersehbaren ist oft ein großartiges Erlebnis.“
I.B. Vielen Dank für Ihre instruktiven Erklärungen.
Christoph Niemann: „Premier Plat“ im Café des c/o Berlin, September 2025 bis September 2026
„Wenn dein Foto nicht gut genug ist, warst du nicht nah genug dran.“ Auf dieser Aussage von Robert Capa, dem Mitbegründer der renomierten Foto-Agentur Magnum basiert der Titel der neuen Ausstellung im c/o Berlin. Hier geht es aber nicht um Centimeter, sondern um die emotionale Nähe zwischen Fotografin und ihrem Motiv. Die Ausstellung präsentiert Fotoserien von 12 internationalen Fotografinnen, mit denen sie auf ganz besondere Weise diese Beziehungen darstellen. Exemplarisch werden drei von ihnen hier vorgestellt.
SABIHA CIMEN ist Türkin und fotografierte zwischen 2017 und 2020 Mädchen in der Istanbuler Koranschule, die sie selbst früher besucht hatte. Wahrscheinlich kann nur eine Frau gleicher Herkunft diese beeindruckenden Aufnahmen bekommen, die tiefe Einblicke in die Seele und das Leben der Abgebildeten möglich erscheinen lassen.
Sabiha Cimen Künstlerin
Ein anderes Beispiel ist HANNAH PRICE. Sie war in einer Vorstadt von Colorado aufgewachsen und gerade in die Metropole Philadelphia umgezogen. Dort erlebte sie als attraktive junge Frau oft, dass fremde Männer ihr übergriffig hinterherpfiffen. Als Reaktion entwickelte sie vorsichtig die Fähigkeit, diese schwierige Situation zu entschärfen, indem sie die Männer ansprach und nach kurzem Gespräch fragte, ob sie sie fotografieren dürfe. Vorwiegend reagierten die Männer irritiert und verschüchtert. Ihrer Fotoserie gab sie den Titel: „City of Brotherly Love“
CHRISTINA DE MIDDEL gab 2015 für ihr Fotoprojekt „Gentlemen’s Club“ in Rio de Janeiro eine Zeitungsanzeige auf, in der sie Kunden von Sexarbeiterinnen gegen ein Honorar bat, sie über ihre Motivation, Gefühle und Erfahrungen mit bezahltem Sex befragen und fotografieren zu dürfen. Die Resonanz und Offenheit überraschte sie und so führte sie ihr Projekt in weiteren Städten fort: Havanna, Mexico City, Paris, Amsterdam, Lagos, Mumbai, Los Angeles, Kabul.
Die 12 künstlerischen Positionen, ausschließlich von Frauen fotografisch gestaltet, zeigen, dass es einen speziellen weiblichen Blick gibt und die große Nähe zu den abgebildeten Menschen eine beeindruckende Ausstrahlungskraft entwickeln kann.
c/o Berlin im Amerika-Haus: „Close enough“, Perspectivs by Women of MAGNUM, vom 27.September 2025 bis 28. Januar 2026
Betritt man die großen Rieckhallen im Hamburger Bahnhof, wird man eingehüllt in eine Welt aus Fabelwesen, einer untergehenden Sonne und umhüllt von weicher farbiger Beleuchtung sowie von zarten Opernmelodien. Petrit Halilaj (Jg 1986) hat seine bunte Installation aufgebaut wie eine Theaterkulisse und tatsächlich ist sie auch die kleine immersive Welt, in der seine Oper spielt. Diese basiert auf einer Anekdote, die in seiner Heimat, dem Kosovo erzählt wird. Danach verliebten sich Fuchs und Hahn – absichtlich ein queeres Paar – und wanderten nach dem Verstoß aus dem Paradies in das uralte Dorf Syrigana, wo sie letztlich nach einigen Wirrungen von der Bevölkerung liebevoll aufgenommen und verheiratet wurden.
Nicht Adam und Eva, nicht die Schlange, sondern der Schneider, nicht der Apfel, sondern die Birne; es bleibt die eindeutige Anlehnung an die biblische Geschichte, die alle drei monotheistische Religionen vereint. Tatsächlich hat der Künstler die komplette Oper inzeniert und sie am Ursprungsort im Kosovo, in dessen Nähe er selbst an der Grenze zwischen Serbien und Albanien aufgewachsen ist, uraufgeführt: im Freien und durchaus gegen Widerstände in der vormaligen Kriegsregion. Ein Brandanschlag auf die Kulissencontainer musste überwunden werden. Die Zweisprachigkeit (serbisch und albanisch) wurde kompensiert, indem die meist vogelartigen Rollen mit zwitschernden Stimmen singen. Doch es wurde ein Riesenerfolg, an dem 1200 Menschen vor der Kulisse eines sagenumwobenen Felsens teilhaben konnten.
Die Ausstellungsversion in Berlin lässt dies erahnen, wenn man sich hineinziehen lässt. Doch auch einzelne Skulpturen wirken schon in ihrer verspielten Art magisch inspirierend. Symbolisch sind es Motten, Vögel oder Engel.
Halilajs Installation ist ein typisches Beispiel für ein Kunstwerk, das mit den Grenzen der verschiedenen Kunst-Genres spielt. Die Musik einer Oper, die Literatur eines Märchens, die bildende Kunst als skulpturale Installation und textile Arbeiten als Mode bzw. Kostüme: ein Crossover, wie es dem mega-aktuellen Trend in der Kunst entspricht. Diese multimediale Anregung aller Sinne lässt die Besucher in eine wundervolle eigene Traumwelt eintauchen, wenn sie sich darauf einlassen möchten.
Petrit Halilaj: „An Opera Out of Time”, 11.9.2025 – 31.5.2026 im Hamburger Bahnhof in Berlin.
Achtung: Geplant ist konsequenterweise eine reale live-Aufführung der Oper in den Ausstellungsräumen im April 2026. Deshalb sollte man regelmäßig schauen, wann es Tickets gibt.